| Rheinbreitbacher "Pädchen" |
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| Donnerstag, 03. Juni 2010 um 18:03 Uhr |
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Das lebhafte Echo, dass die Sammlung der vom Heimatverein jetzt in zwei Vorträgen über historische Pfade in der Gemarkung und zwei Wanderungen in der Bevölkerung gefunden hat, führt nun zu ersten Anträgen der SPD-Fraktion an den Ortsgemeinderat Rheinbreitbach. Wie bekannt, hatte SPD- Ratsmitglied Rosen seit mehreren Jahren versucht, den Spuren der durch die Gemarkung Rheinbreitbachs führenden Wege zu suchen. Bis in die Neuzeit wurden diese als Zugang zu Acker- und Weinbauflächen, aber auch zu Gärten genutzt. Heute sind sie teilweise zugewachsen, einige sind sogar stillschweigend in anliegende Baugrundstücke einverleibt worden, aber immer noch führen Innerortsverbindungen nach Bad Honnef oder Unkel, zur Breiten Heide und zum Rhein auf diesen alten Wege. Die Vorstellung der derzeit ermittelten ca., 80 Wege, zumeist auf Gemeindegrundstücken, ist gerade von den alten Rheinbreitbacher Bürgern lebhaft begrüßt worden. Deshalb wurden auch die im Arbeitskreis Wirtschaft und Tourismus vorgestellten Möglichkeiten, diese Pfade wieder stärker zu nutzen, beifällig begrüßt. Zunächst will die SPD-Fraktion sicher stellen, dass Wege, die in den letzten Jahren eigenmächtig in privaten Nutzung genommen wurden, an die Gemeinde zurückgegeben und wieder hergerichtet .werden. Es soll versucht werden, auf diesen Wegen Wanderwege anzulegen, die vor allem die fehlende Verbindung zu den überörtlichen Fernwegen – Rheinhöhenweg und Rheinsteig – ermöglichen. Um ungenehmigte Nutzung der Gemeindewege zu verhindern, wird dem Rat in nächster Zeit der Entwurf einer Sondernutzungssatzung vorgelegt. Diese gibt es bereits in Bruchhausen und Erpel sowie in der Stadt Unkel. Allerdings legt die SPD Wert darauf, dass die wenig bürgerfreundliche Regelung über die Bereitstellung von Mülltonnen und Sperrmüll verändert wird; an dieser war im letzten Rat eine solche Verordnung gescheitert. Die SPD plant, die Bürger rechtzeitig zu dem Entwurf anzuhören. Schließlich soll ein Verzeichnis der Wege in der Ortsgemeinde angelegt werden, das auf den vorgelegten Erhebungen basieren kann. von Klaus-Henning Rosen |


